Berlin, 07.11.2025
Die Berliner Wohnungslosentagesstätten sind ein zentrales, ganzjährig genutztes Angebot für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen. Obwohl sie einen gesamtstädtischen Auftrag erfüllen, erfolgt ihre Finanzierung bislang über die Bezirke, während vergleichbare niedrigschwellige Hilfen über das Integrierte Sozialprogramm (ISP) des Landes Berlin gefördert werden.
Wohnungslosentagesstätten sind weit mehr als reine Versorgungsangebote. Sie sind erste Anlaufstellen im Hilfesystem.
Sie bieten Sozialberatung, unterstützen bei der Heranführung an das Regelsystem der sozialen Hilfen und stellen Postadressen zur Verfügung. Darüber hinaus übernehmen sie eine wesentliche Funktion innerhalb der Kälte- und Hitzehilfe, da sie wohnungslose Menschen tagsüber erreichen und somit das bestehende Kältehilfesystem sinnvoll ergänzen.
Angesichts ihres bezirksübergreifenden Charakters und der zunehmenden Komplexität der Bedarfe ist eine landesweite strategische Steuerung erforderlich.
Dazu gehört insbesondere eine regelmäßige Bedarfserfassung als Grundlage für eine abgestimmte Planung, Finanzierung und Weiterentwicklung der Angebote, ebenso wie die Entwicklung einheitlicher Mindeststandards, um die Qualität, Zugänglichkeit und Verlässlichkeit der Angebote in allen Bezirken sicherzustellen.







