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Qualitätsverbesserung für Kitas besser umsetzen

02.03.2016
LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege Berlin und der Dachverband der Berliner Kinder- und Schülerläden (DaKS) nehmen Stellung

Der Senat von Berlin hat erfreulicherweise einen größeren ersten Schritt zur Verbesserung des Krippenpersonalschlüssels geplant, als der im Januar vorgelegte Gesetzentwurf von SPD und CDU zur Haushaltsumsetzung vorsah. Gleichwohl nehmen die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege und der Dachverband der Kinder- und Schülerläden mit Unverständnis die Stellungnahme des Senats zum Gesetzentwurf von SPD und CDU zur Haushaltsumsetzung zur Kenntnis.

In der Stellungnahme, die heute an das Abgeordnetenhaus überstellt wird, soll der kostenlose Besuch der Kita für Kinder unter drei Jahren schneller umgesetzt werden. Damit wird bereits ab dem 1.8.2017 der Kita-Besuch für fast alle Kinder kostenfrei. Gleichzeitig wird allerdings eine spürbare Verbesserung der Personalausstattung in den Kitas auf die lange Bank geschoben. Erst ab dem 1.8.2019, also zwei Jahre später, soll der Personalschlüssel um ein Kind je pädagogische Fachkraft für Kinder unter drei Jahren verbessert werden.

Dazu erklären die LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege Berlin und der Dachverband der Berliner Kinder- und Schülerläden (DaKS): Die Befreiung der Familien von den Kosten der Kindertagesbetreuung wird bereits für fast alle Kinder bis zum 1.8.2017 vollzogen. Ohne eine gleich-zeitige entsprechende Aufstockung des Personals wird der bisherige Dreiklang - Ausbau, Qualitäts-verbesserung und Beitragsfreiheit - in eine Schieflage geraten. Die LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege Berlin und der Dachverband der Berliner Kinder- und Schülerläden (DaKS) fordern die Abgeordneten auf, die Personalausstattung mit den im Landeshaushalt 2016/2017 zur Verfügung gestellten Mitteln zügig und für die Familien spürbar zu verbessern. Die Mittel für eine schnellere Umsetzung sind nach den Haushaltsbeschlüssen jetzt schon vorhanden! Nur so lassen sich die im Berliner Bildungsprogramm dargelegten Anforderungen für die jüngsten Kinder erreichen.

Berlin liegt schon heute in der Personalausstattung bei den unter Dreijährigen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt und wird diesen auch in den kommenden Jahren nicht erreichen. Eltern wünschen sich gerade für die Betreuung ihrer jüngsten Kinder eine spürbar bessere Personalausstattung. "Die 60 Millionen Euro, die dafür im Haushalt 2016/2017 bereitstehen, müssen auch sofort eingesetzt werden", erklärt Torsten Wischnewski-Ruschin, Sprecher des LIGA- / DaKS- Fachausschusses Kindertageseinrichtungen. Die Verbände halten darüber hinaus eine Entlastung der Kitaleitungen im Sinne der gewachsenen Anforderungen für dringend geboten, da sie die Umsetzung der Qualitätssicherung und -entwicklung im Wesentlichen verantworten müssen.

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Stand: 02.03.2016

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